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Ehenamenserklärung/ Namenserklärung für eingetragene Lebenspartner

Der Name eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch die Eheschließung. Ist eine Namensgleichheit beider Ehegatten gewünscht, muss ein gemeinsamer Ehename bestimmt werden. Bei einer Eheschließung in Deutschland kann dies direkt bei der standesamtlichen Trauung erfolgen.

Der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, kann dabei seinen vorherigen Namen dem Ehenamen voranstellen oder anfügen. Sollten Sie in Deutschland geheiratet haben und der Ehename aus der Eheurkunde hervorgehen, müssen Sie keine erneute Namenserklärung bei der Botschaft oder dem Generalkonsulat abgeben. Sie können direkt einen neuen Pass mit dem Ehenamen beantragen. Wurde keine Erklärung abgegeben, führt der deutsche Staatsangehörige weiterhin den vor der Eheschließung geführten Namen.

Haben Sie bei der Eheschließung außerhalb Deutschlands einen Ehenamen erklärt, fragen Sie bitte bei der Botschaft oder dem Generalkonsulat nach, ob dieser nach deutschem Recht anerkannt wird.

Eine Ehenamensbestimmung ist auch nach der Eheschließung noch möglich: Diese können Sie entweder bei dem zuständigen deutschen Standesamt oder bei Wohnsitz im Ausland bei einer deutschen Auslandsvertretung abgeben. Wenn Sie in Großbritannien geheiratet haben und der deutsche Ehegatte daraufhin seinen Namen ändern möchte, müssen Sie stets eine förmliche „Ehenamenserklärung“ abgeben. Grund dafür ist, dass bei Eheschließung in Großbritannien keine für den deutschen Rechtsbereich wirksame Namenserklärung abgegeben werden kann. Eine Namensänderung per „Deed Poll“ wird nicht anerkannt.

Die vorangegangenen Ausführungen gelten analog auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

Wenn Sie eine Ehenamenserklärung abgeben möchten, müssen die Unterlagen vor Terminbuchung an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat übermittelt werden.

Nachdem die Vorprüfung der Unterlagen stattfand, können Sie einen Termin buchen.

Beide Partner müssen persönlich bei dem Termin anwesend sein, da ihre Unterschriften auf der Namenserklärung zu beglaubigen sind. Wenn nur ein Ehegatte anwesend ist, kann die Antragsannahme nicht erfolgen.

Folgende Dokumente sind für die Namenserklärung erforderlich:

  • Ausgefülltes Formular für die Namenserklärung (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!), das Sie auf dieser Seite unten herunterladen können
  • gültige Reisepässe beider Ehegatten/Lebenspartner (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunden beider Ehegatten/Lebenspartner
  • Heiratsurkunde bzw. Urkunde über die eingetragene Lebenspartnerschaft
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil, wenn Sie und/oder Ihr Ehegatte bzw. Lebenspartner geschieden in die Ehe/Lebenspartnerschaft gegangen sind
  • Wichtig: bei Ehescheidung in einem EU-Staat (außer Dänemark) nach dem 1. März 2003: Bescheinigung nach Art. 39 (Anlage I) der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen, bestätigt durch das Gericht welches das Scheidungsurteil erlassen hat
  • Weiterer Hinweis: Im Falle einer Ehescheidung außerhalb Deutschlands und außerhalb der Europäischen Union kann das Standesamt im Zuge der Bearbeitung die Anerkennung der ausländischen Scheidung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin verlangen. Hier finden Sie vorab Informationen dazu
  • Einbürgerungsurkunde, falls ein Ehegatte eingebürgert wurde, oder Staatsangehörigkeitsausweis (falls vorhanden)
  • Wohnsitznachweis für Großbritannien (z.B. Council Tax Bill oder Utility Bill)
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • Geburtsurkunden von gemeinsamen Kindern – benötigt wird die „lange“ Version, in der auch die Eltern eingetragen sind

Bitte übersenden Sie die Dokumente in einfacher Kopie (keine Originale!) an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat wie unter „Allgemeine Informationen zu Ablauf und Terminvergabe“ beschrieben.

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein und ggf. im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert werden.

Insbesondere kann es zur Nachforderung deutscher Übersetzungen (auch von englischsprachigen) Urkunden kommen. Zudem werden gelegentlich Apostillen auf ausländischen Urkunden angefordert.

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