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Einseitige Namenserklärung nach Scheidung oder Tod eines Ehegatten

Der Name eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch die Ehescheidung oder durch das Versterben des Ehegatten. Nach einer in Deutschland anerkannten Scheidung oder dem Tod des Ehegatten ist es möglich, durch eine Namenserklärung den Geburtsnamen wieder anzunehmen. Es ist auch möglich, den Nachnamen zu wählen, der vor der Eheschließung geführt wurde (z. B. einen Ehenamen aus einer Vorehe).

Wenn der Ehename aus der geschiedenen Ehe beibehalten werden soll, ist keine Namenserklärung erforderlich.

Für den Fall, dass die Ehe nicht in Deutschland oder einem EU-Staat geschieden wurde, teilen Sie uns bitte vorab per E-Mail mit, in welchem Land die Scheidung stattfand und wann die Scheidung bei Gericht eingereicht wurde.

Wenn Sie eine einseitige Namenserklärung abgeben möchten, buchen Sie bitte einen Termin für eine Namenserklärung. Sie müssen persönlich anwesend sein, da Ihre Unterschrift auf der Namenserklärung beglaubigt werden muss.

Wenn Sie Ihre Namenserklärung über einen unserer Honorarkonsuln abgeben möchten, kontaktieren Sie uns bitte vorab:

Kontaktformular Namensrecht bei der Botschaft in London

Kontaktformular des Generalkonsulats in Edinburgh

Folgende Dokumente müssen im Original und mit je zwei Kopien zum Termin mitgebracht werden:

  • Ausgefülltes Formular (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!)
  • Gültiger Reisepass (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Nachweis, dass Sie einen Ehenamen führen (Namensbescheinigung des deutschen Standesamtes, Auszug aus dem Familienbuch/Eheregister oder deutsche Heiratsurkunde)
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde
  • Wichtig: bei Ehescheidung in einem EU-Staat (außer Dänemark) nach dem 1. März 2003: Bescheinigung nach Art. 39 (Anlage I) der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen, bestätigt durch das Gericht welches das Scheidungsurteil erlassen hat
  • Einbürgerungsurkunde, wenn Sie eingebürgert wurden
  • Wohnsitznachweis für Großbritannien (z.B. Council Tax Bill oder Utility Bill)
  • eine Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • falls Sie Kinder haben, Geburtsurkunden der Kinder – benötigt wird die „lange“ Version, in der auch die Eltern eingetragen sind
  • sollte für die Ehe ein Registereintrag in Deutschland bestehen, einen Nachweis hierüber (z.B. Auszug aus dem Familienbuch oder deutsche Eheurkunde)

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein und würden im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert.