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Einseitige Namenserklärung nach Scheidung oder Tod eines Ehegatten

Der Name eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch die Ehescheidung oder durch das Versterben des Ehegatten. Nach einer in Deutschland anerkannten Scheidung oder dem Tod des Ehegatten ist es möglich, durch eine Namenserklärung den Geburtsnamen wieder anzunehmen. Zudem kann der Nachname  gewählt werden, der vor der Eheschließung geführt wurde (z. B. ein Ehename aus einer Vorehe).

Wenn der Ehename aus der geschiedenen/durch Tod aufgelösten Ehe beibehalten werden soll, ist keine Namenserklärung erforderlich.

Die Namenserklärung wird durch den betroffenen deutschen Partner abgegeben; die Zustimmung oder Anwesenheit des geschiedenen Ehegatten ist nicht erforderlich.

Wenn Sie eine einseitige Namenserklärung abgeben möchten, müssen die Unterlagen vor Terminbuchung an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat übermittelt werden.

Folgende Dokumente sind für die Namenserklärung erforderlich:

  • Ausgefülltes Formular (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!), das Sie auf dieser Seite unten herunterladen können
  • Gültiger Reisepass (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Nachweis darüber, dass Sie einen Ehenamen führen (Namensbescheinigung des deutschen Standesamtes, Auszug aus dem Familienbuch/Eheregister oder deutsche Heiratsurkunde)
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde
  • Wichtig: bei Ehescheidung in einem EU-Staat (außer Dänemark) nach dem 1. März 2003: Bescheinigung nach Art. 39 (Anlage I) der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen, bestätigt durch das Gericht welches das Scheidungsurteil erlassen hat
  • Weiterer Hinweis: Im Falle einer Ehescheidung außerhalb Deutschlands und außerhalb der Europäischen Union kann das Standesamt im Zuge der Bearbeitung die Anerkennung der ausländischen Scheidung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin verlangen. Hier finden Sie vorab Informationen dazu
  • Einbürgerungsurkunde, wenn Sie eingebürgert wurden
  • Wohnsitznachweis für Großbritannien (z.B. Council Tax Bill oder Utility Bill)
  • eine Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung von dem (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • falls Sie Kinder haben, Geburtsurkunden der Kinder – benötigt wird die „lange“ Version, in der auch die Eltern eingetragen sind
  • sollte für die Ehe ein Registereintrag in Deutschland bestehen, Nachweis hierüber (z.B. Auszug aus dem Familienbuch oder deutsche Eheurkunde)

Bitte übersenden Sie die Dokumente in einfacher Kopie (keine Originale!) an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat wie unter „Allgemeine Informationen zu Ablauf und Terminvergabe“ beschrieben.

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein und ggf. im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert werden.

Insbesondere kann es zur Nachforderung deutscher Übersetzungen (auch von englischsprachigen) Urkunden kommen. Zudem werden gelegentlich Apostillen auf ausländischen Urkunden angefordert.

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