Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Geburtsanzeige

Wenn Ihr Kind in Großbritannien geboren wird, müssen Sie bei den britischen Behörden nach der Geburt eine Geburtsurkunde beantragen. Eine Registrierung bei den Deutschen Vertretungen in Großbritannien ist zurzeit nicht erforderlich. (Ausnahme: Sollten der deutsche Elternteil selbst nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren worden sein. kontaktieren Sie uns bitte vorab per E-Mail.) Die britische Geburtsurkunde („lange“ Version - in der auch die Eltern genannt werden) können Sie auch benutzen, wenn Sie einen Kinderreisepass für Ihr Kind beantragen. Falls Sie zusätzlich eine deutsche Geburtsurkunde wünschen, müssten Sie eine Geburtsanzeige abgeben.

Wichtig: Wenn Sie nicht verheiratet sind und für Ihr Kind den Familiennamen des Vaters wünschen oder wenn Sie verheiratet sind und keinen gemeinsamen Ehenamen führen, wird im Rahmen der Geburtsanzeige eine Namenserklärung für den Geburtsnamen des Kindes durchgeführt.

Nähere Informationen zum Geburtsnamen des Kindes finden Sie hier.

Wenn keine Namenserklärung erforderlich ist, kann die Geburtsanzeige auch von einem Elternteil alleine abgegeben werden.

Wenn Sie eine Geburtsanzeige abgeben möchten, buchen Sie bitte einen Termin für eine Namenserklärung über den Link unten auf dieser Seite. Wenn eine Namenserklärung erforderlich ist, müssen beide Elternteile persönlich bei dem Termin anwesend sein, da ihre Unterschriften auf der Namenserklärung beglaubigt werden müssen.

Wenn Sie die Geburtsanzeige über einen unserer Honorarkonsuln abgeben möchten oder es sich um eine Leihmutterschaft handelte, kontaktieren Sie uns bitte vorab:

Kontaktformular Namensrecht bei der Botschaft in London

Kontaktformular des Generalkonsulats in Edinburgh

Folgende Dokumente müssen im Original und mit je zwei Kopien zum Termin mitgebracht werden:

  • Ausgefülltes Formular für die Geburtsanzeige (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!)
  • gültige Reisepässe beider Elternteile (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunden beider Elternteile
  • Geburtsurkunde des Kindes – benötigt wird die „lange“ Version, in der auch die Eltern eingetragen sind
  • Heiratsurkunde bzw. Urkunde über die eingetragene Lebenspartnerschaft, falls verheiratet
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil, falls ein Elternteil geschieden ist
  • ggf. einen Nachweis, dass Sie einen Ehenamen führen (z.B. Namensbescheinigung des deutschen Standesamtes oder deutsche Heiratsurkunde)
  • Einbürgerungsurkunde, falls ein Elternteil eingebürgert wurde, oder Staatsangehörigkeitsausweis (falls vorhanden)
  • Wohnsitznachweis für Großbritannien (z.B. Council Tax Bill oder Utility Bill)
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • Geburtsurkunden von allen weiteren gemeinsamen Kindern – benötigt wird die „lange“ Version, in der auch die Eltern eingetragen sind
  • Namensbescheinigungen von Geschwisterkindern, falls vorhanden

Im Einzelfall können noch weitere Unterlagen notwendig werden und würden zu einem späteren Zeitpunkt vom Standesamt angefordert.

Insbesondere kann es zur Nachforderung deutscher Übersetzung auch von englischsprachigen Urkunden kommen. Auch werden gelegentlich Apostillen auf ausländischen Urkunden nachgefordert.

Beim zuständigen Standesamt in Deutschland fallen Gebühren für die Nachbeurkundung der Geburt sowie die Ausstellung von Geburtsurkunden an. Diese Gebühren unterliegen dem jeweiligen Landesrecht des zuständigen Standesamtes und sind unter Umständen auch fallabhängig. Mit einem Betrag zwischen 80 Euro und 120 Euro für das Standesamt müssen Sie jedoch rechnen.

Das Standesamt wird in der Regel zunächst eine Zahlungsaufforderung über die Gebühren zusenden, bevor mit der Bearbeitung begonnen wird. Die Gebühren für das Standesamt können nicht über die Deutschen Vertretungen in Großbritannien eingezahlt werden, sondern müssen direkt beim Standesamt beglichen werden (durch Überweisung aus Großbritannien oder über Verwandte/Freunde in Deutschland).

Die Bearbeitungszeiten für Nachbeurkundungen der Geburt sind von Standesamt zu Standesamt verschieden, können aber beträchtlich sein. Wenn Sie keinen Wohnsitz mehr in Deutschland haben, rechnen Sie bitte mit einer Bearbeitungszeit von mindestens zwei bis drei Jahren. Die Botschaft oder das Generalkonsulat haben keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten und können die Verfahrensdauer auch nicht vorhersagen.