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Informationen für Reisende in Großbritannien und Informationen zum Coronavirus (COVID-19)

31.03.2020 - FAQ

Die Botschaft London und das Generalkonsulat Edinburgh haben eine Hotline für Deutsche im Vereinigten Königreich eingerichtet: +44 (0)20 7824 1377 (täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet)

Bevor Sie anrufen, lesen Sie bitte unsere FAQs (siehe unten) und die FAQs des Auswärtigen Amts.

Sie können sich auch jederzeit per Email an die Botschaft London oder das Generalkonsulat Edinburgh wenden.

Generelle Hinweise des Auswärtigen Amtes zum Coronavirus (COVID-19) finden Sie hier.

FAQ

Reisende ohne Wohnsitz im Vereinigten Königreich sollten sich aufgrund weitgehend wegfallender Flugverbindungen um eine rasche Rückreise nach Deutschland bemühen.

Deutsche, die im Vereinigten Königreich wohnen, haben ebenfalls die Möglichkeit nach Deutschland zurückzureisen, auch wenn sie dort keinen festen Wohnsitz haben. Die Frage, ob eine Rückreise sinnvoll ist, hängt von den Umständen ab und kann von der Botschaft nicht pauschal beantwortet werden.

Bitte beachten Sie, dass in Deutschland Hotels geschlossen sind und die Anmietung von Wohnraum derzeit schwierig ist.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland ist von COVID-19 besonders stark betroffen. Dort wurde zudem  eine neue Variante von COVID-19 festgestellt, die offenbar eine noch größere Ansteckungsgefahr bedeutet.

Das Robert-Koch-Institut hat das gesamte Vereinigte Königreich (England, Nordirland, Schottland und Wales), die Überseegebiete Bermuda und Gibraltar sowie die Kanalinsel Jersey als Gebiet mit hohem Infektionsrisiko (Virusvarianten-Gebiet) eingestuft.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland wird gewarnt.

Die Situation ändert sich ständig. Bitte rechnen Sie mit kurzfristigen Änderungen der Lage und neuen und/ oder verschärften Restriktionen.

Die vier Landesteile England, Nordirland, Schottland und Wales haben eigene, unterschiedliche Pandemieregeln mit unterschiedlichen und unterschiedlich gestaffelten regionalen Warnstufen (lockdown oder „tiers“ oder „protection levels“, oder „alert levels“).

Diese Warnstufen bringen voneinander abweichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit sich. Detaillierte Informationen finden Sie hier: hier für England, Schottland, Wales, NordirlandGuernsey, Alderney, Jersey und die Isle of Man.

Für England und Schottland gilt seit 05.01.2020 ein „lockdown“. In beiden Landesteilen sind Reisen, auch Auslandsreisen, nur bei Vorliegen zwingender Ausnahmegründe gestattet. Bitte informieren Sie sich vor einer Auslandsreise, ob diese unter den britischen Corona-Restriktionen, in dem für Sie und eventuelle Orte auf Ihrer Reiseroute geltenden Tiers erlaubt ist. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website der britischen Regierung.

Hotels und andere Unterkünfte im Vereinigten Königreich sind für Reisende geöffnet, die keine Möglichkeit der Weiterreise haben. Rein touristische Aufenthalte sind nicht gestattet. Der nationale Zugfern- und öffentliche Nahverkehr sind in Betrieb.

Bei dem derzeitigen Grenzregime wird unterschieden zwischen Reisen innerhalb der EU (und weiteren Ländern, u.a. dem Vereinigte Königreich) und Reisen aus Drittstaaten in die EU.

Reisen aus dem Vereinigten Königreich von dort wohnenden Personen sind ohne Einschränkungen (außer evtl. Quarantänebestimmungen) und ohne triftigen Reisegrund möglich. Dies könnte sich jedoch ab dem 01.01.2021 ändern.  Bislang ist noch keine Entscheidung darüber getroffen worden, ob ab dem 01.01.2021 Einreisen nach Deutschland ohne triftigen Grund möglich sein werden. Touristische Reisen sind jedoch bis auf weiteres nicht erlaubt. Hotels und andere Unterkunftsmöglichkeiten bleiben für touristische Zwecke bis auf weiteres geschlossen.

Seit dem 8.11. muss sich jeder Einreisende bei Einreise nach Deutschland aus einem Risikogebiet vorab elektronisch anmelden unter.

Ausgenommen sind:

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise (Transit) in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.

Transitreisende (Durchreisende) sind verpflichtet, Deutschland (oder das jeweilige Bundesland) auf dem schnellsten Weg, also ohne Verzögerung wieder zu verlassen. Kurzaufenthalte oder Übernachtungen sind nicht erlaubt. Wenn dies im Einzelfall nicht möglich ist, weil etwa der Anschlussflug erst am nächsten Tag ist, dann muss sich der Transitreisende  beim örtlichen Gesundheitsamt oder bei dem Gesundheitsministerium des Bundeslandes erkundigen, ob es eine Ausnahmeregelung gibt oder sich eine Ausnahmegenehmigung einholen. Wenn man bspw. in München übernachten  möchte ist das Gesundheitsamt in München zuständig. Das zuständige Gesundheitsamt findet man hier.

Weitere Informationen können den nachfolgenden Absätzen entnommen werden:

Reiseverkehr innerhalb der EU bzw. des Schengen-Raums:

Einreisen nach Deutschland aus anderen Staaten der EU, des Schengen-Raums oder aus Großbritannien sind wieder möglich. Hiervon unbenommen sind etwaige Quarantäneregelungen.

Einreisen aus Drittstaaten in die EU

Seit 17. März 2020 gelten EU-weit einheitliche Einreisebeschränkungen für nicht notwendige Reisen aus Drittstaaten. Diese Beschränkungen gelten insbesondere auch für Einreisen nach Deutschland.

Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Webseite des Bundesinnenministeriums.

Drittstaaten ohne Einreisebeschränkungen

Aus den folgenden Drittstaaten mit geringem Infektionsgeschehen ist die Einreise ohne Einschränkungen möglich:

  • Australien
  • Neuseeland
  • Singapur
  • Thailand
  • Uruguay

Diese Staatenliste soll grundsätzlich regelmäßig aktualisiert werden. Für die Frage, ob die Einreise zulässig ist, ist dabei der vorherige Aufenthaltsort der Reisenden maßgeblich, nicht ihre Staatsangehörigkeit.

Einreisemöglichkeiten für Reisende aus allen Drittstaaten

Auch aus Drittstaaten, die nicht in der vorstehenden Liste aufgeführt sind, kann eine Einreise nach Deutschland erfolgen, wenn hierfür ein wichtiger Grund vorliegt. Für folgende Personengruppen bzw. Reisezwecke ist insoweit eine Einreise nach Deutschland zulässig:

  • Deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige von anderen EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) oder von Großbritannien;
  • Drittstaatsangehörige mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland;
  • drittstaatsangehörige Familienangehörige, die zum Familiennachzug oder zu Besuchsreisen aus dringenden familiären Gründen einreisen;
  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal;
  • ausländische Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitnehmer, deren Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und deren Arbeit nicht aufgeschoben oder im Ausland ausgeführt werden kann;
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal;
  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft;
  • Seeleute;
  • ausländische Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland aus durchgeführt werden kann;
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen;
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit;
  • Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler;
  • Passagiere im Transitverkehr.

Es existieren weiterhin täglich Flüge, Züge und Fähren aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland bzw. nach Calais. Aufgrund zunehmender Reisebeschränkungen und verpflichtenden Quarantänebestimmungen ist eine Reduzierung der bestehenden Reiseverbindungen zu erwarten.

Bitte erkundigen Sie sich selbst, welche Reiseverbindungen derzeit bestehen..

Die Botschaft kann Ihnen bei einer Flugstornierung oder Umbuchung nicht behilflich sein.

Wenden Sie sich bitte direkt an die Fluggesellschaft bzw. Ihren Reiseveranstalter, um die Rückreisemodalitäten zu klären.

Für weitere Informationen können Sie auch die FAQs der Bundespolizei verwenden.

Das öffentliche Leben in Deutschland unterliegt erheblichen, sich ständig ändernden Einschränkungen. Die aktuellsten Regelungen finden Sie hier.

Bitte rechnen Sie mit kurzfristigen Änderungen der Lage und neuen und/ oder verschärften Restriktionen.

In der Europäischen Union gilt die sog. EU-Fluggastrechteverordnung. Sie sieht vor, dass Fluggesellschaften im Falle von erheblichen Verspätungen oder Annullierungen Entschädigungsleistungen bzw. Betreuungsleistungen (z.B. Mahlzeiten und Hotelübernachtung) erbringen. Die EU-Kommission hat sog. Auslegungsleitlinien veröffentlicht, um die Lesart der Verordnung zu vereinfachen.

Um Ansprüche geltend machen zu können, rät das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) zu folgenden Schritten:

  • Airline informieren: Nehmen Sie Kontakt zur Fluggesellschaft auf, um ihre Ansprüche geltend zu machen.
  • Ausgaben dokumentieren: Bewahren Sie Belege für Hotel, Taxi- oder Verpflegungskosten auf, die aufgrund von Flugverspätung, Ausfall oder Nichtbeförderung entstanden sind.
  • Bestätigung einholen: Lassen Sie sich den Flugausfall, die Verspätung oder Nichtbeförderung schriftlich vom Bodenpersonal der zuständigen Airline bestätigen, möglichst unter Angabe des konkreten Sachverhaltes. Verweigert ein Mitarbeiter ein entsprechendes Schriftstück aufzusetzen, dann lassen Sie sich die Situation von anderen Mitreisenden schriftlich bestätigen.
  • Screenshot bei Online-Beschwerde: Wird ein Online-Beschwerdeformular der Fluggesellschaft ausgefüllt, sollten Sie zur Sicherheit einen Screenshot anfertigen.
  • außergerichtliche Streitbeilegung: Weigert sich die Airline die (berechtigten) Ansprüche innerhalb von 2 Monaten zu erfüllen, empfehlen wir zunächst den Weg der außergerichtlichen Streitbeilegung.

Auch das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) bietet Information zu diesem Thema.

Die Rückholaktion der Bundesregierung ist nun weitgehend abgeschlossen

Nach derzeitigem Stand gibt es von dem Vereinigten Königreich nach wie vor freie Flugkapazitäten, die gebucht werden können.

Nach Wiedereinführung des 3-Stufen Systems in England darf das Gastgewerbe wieder unter strengen Regeln öffnen. Dies gilt jedoch nur für die Städte und Regionen, die in Stufe 1 oder 2 des Stufensystems eingestuft wurden. Grundsätzlich sollen jedoch auch weiterhin touristische Reisen unterbleiben.

Die Regierungen in Schottland, Wales und Nordirland setzen eigene Maßnahme um. Eine genaue Übersicht über die aktuellen Regelungen (auf Englisch) finden Sie hier für England, Schottland, Wales, Nordirland, Guernsey, Alderney, Jersey und die Isle of Man.

Die Grenzkontrollen an den innereuropäischen Binnengrenzen wurden mit Ablauf des 15 Juni beendet. Weiterführende Informationen zur Situation in Frankreich können Sie der Webseite der Deutschen Vertretungen in Frankreich.

Die Grenzkontrollen an den innereuropäischen Binnengrenzen wurden mit Ablauf des 15 Juni beendet

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BMI.

Personen, die Symptome einer Covid-19 Infektion zeigen, sollen sich testen lassen und vorsichtshalber 14 Tage häuslich isolieren und daher nicht reisen. Ein positives Testergebnis ist dem zuständigen Gesundheitsamt sofort zu melden. Bei einem negativen Testergebnis kann die häusliche Quarantäne aufgegeben werden.

Normale Geschäftsreisen sind nicht gestattet. Die Einreise nach Deutschland ist derzeit nur für Beschäftigten mit sogenannten „essential functions“ möglich. Darunter fallen laut Beschluss:

  • Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe
  • Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen (z.B. Air-Crews)
  • Diplomaten, MitarbeiterInnen internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion

Wenn Sie eine „essential function“ erfüllen, lassen Sie sich dies bitte in der nötigen Ausführlichkeit von Ihrem Arbeitgeber bescheinigen.

Bitte beachten Sie, dass es in Deutschland Kontaktbeschränkungen sowie strenge Hygiene- und Abstandsregelungen gibt.

Bitte beachten Sie unbedingt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.

Es sind bisher keine zusätzlichen, durch die Pandemie bedingten Einschränkungen bekannt, da von Haustieren keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Allgemeine Informationen zur Mitnahme von Haustieren finden Sie hier.

Aus Schottland gibt es derzeit keine direkten Verbindungen nach Deutschland. Die Flughäfen Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und Newcastle sind allerdings nach wie vor geöffnet und es gibt Flugverbindungen unter anderem nach London, Amsterdam und Paris.

Zugverbindungen von Schottland, beispielsweise von Edinburgh, nach London existieren nach wie vor.

Die Verkehrssituation kann sich allerdings schnell ändern. Bitte rufen Sie für die aktuellen Verkehrssituationen die entsprechenden Websites auf.

Bitte beachten Sie die Hinweise des NHS:

  • Falls Sie an Husten und/ oder Fieber und/ oder Geschmacks- und Geruchsverlust und/ oder weiteren Symptomen leiden, müssen Sie sich zusammen mit allen anderen Haushaltsmitgliedern für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben.
  • Falls Sie Beratung zu Ihrem Gesundheitszustand und/oder ärztliche Behandlung benötigen, wenden Sie sich bitte an den NHS 111 Online Coronavirus Service oder rufen Sie die Hotline 111 des NHS an. Die Hotline wird sehr stark nachgefragt. Bitte rechnen Sie mit Verzögerungen. Die kostenlose Hotline steht allen Patienten zur Verfügung, auch Touristen und anderen Besuchern.
  • Bitte besuchen Sie bei Verdacht auf Coronavirus/ Covid-19 keinen Arzt, keine Apotheke oder andere Einrichtung ohne telefonische Vorankündigung.

Die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts soll es Ihnen ermöglichen wichtige Informationen, beispielsweise zur Situation in Ihrem jeweiligen Gastland, Reisebeschränkungen, Naturkatastrophen oder (relevant insbesondere für Entwicklungsländer und touristische Destinationen, an denen der Flugbetrieb eingestellt wurde) Hinweise auf möglicherweise geplante Rückholaktionen.

Die Mitteilungen der Botschaft ersetzen nicht die regelmäßige Lektüre von Printmedien oder die Informationen von Nachrichtensendungen. Sie gehen nicht auf Einzelfälle (z. B. Flugausfälle) ein. Betroffene sollen sich gerade in Krisenzeiten durchgehend über die Medien, Reiseveranstalter/ Luftfahrtgesellschaften, Flughäfen etc. auf dem Laufenden halten.

Die  Rechts- und Konsularabteilungen der Deutschen Botschaft London und des Generalkonsulats Edinburgh bieten seit dem 15.06.2020 wieder konsularische Dienstleistungen an.

Weitere Informationen: PassBeglaubigungen, Namenserklärungen, Personalausweise

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